Evelyne Kamer Rietiker

Therapeutische Beziehungserfahrung mit Alpakas

Hintergrund:

Rogers Variablen (Akzeptanz, Empathie, Kongruenz) für eine gelungene therapeutische Beziehung sind Therapeut*innen aller Schulen bekannt doch die Praxis zeigt, dass sich dennoch viele an Interventionen klammern und die persönliche Erfahrung mit der Roger’schen Haltung für eine optimale Beziehungsgestaltung oftmals gering ist.

Aus diesem Grunde habe ich ein Seminar entwickelt, welches (angehenden) Psychotherapeut*innen die Möglichkeit bietet, ihre therapeutische Beziehungsfähigkeit erlebniszentriert zu reflektieren. Denn diese Haltung zeigt sich am Grad der persönlichen Entwicklung und Reife.

Ziel:

Die Teilnehmenden
setzen sich tiefergehend mit den Rogers’schen Beziehungsvariablen auseinander und reflektieren diese in Bezug auf sich selber.
machen im Kontakt mit Alpakas die konkrete Erfahrung, wie sich ihre persönliche Haltung ausdrückt und erhalten ein Gespür dafür, wie sich die optimale Beziehungsgestaltung anfühlt.
Reflektieren die Erfahrung mit den Tieren und die therapeutische Beziehungsfähigkeit in Kleingruppen.

Weshalb Alpakas? Sie sind domestiziert, aber nicht dressiert und dem Menschen auf Augenhöhe. Noch viel wichtiger: Sie haben alle drei Kompetenzen verinnerlicht. Durch ihre hochsensible Wahrnehmung erkennen Alpakas die (mangelnde) Übereinstimmung zwischen der inneren Haltung und dem gezeigten Verhalten des Gegenübers und geben unmittelbares Feedback, ohne zu werten.
Im Übungskontext mit Menschen wäre dies in dieser Art nicht möglich. Geben Menschen Feedback, sind diese zu sehr von Sympathie oder Antipathie, Höflichkeit, Konkurrenzdenken, etc. beeinflusst.

Methoden:

In diesem Seminar geht es um die tiefe persönliche Erfahrung mit sich selbst und der gelebten therapeutischen Haltung. Mit Hilfe der Alpakas wird dies zu einem besonderen Erlebnis.
Eine Studie besteht bis anhin nicht. Erfahrungsberichte von ehemaligen Teilnehmenden werden in den Vortrag miteinbezogen.