René Reichel

Mehrperspektivität und Komplexität

In der Integrativen Therapie verwenden Psychotherapeut*innen verschiedene „Brillen“, um die Problemlage von Patient*innen differenziert zu erfassen. Das dazu entwickelte Konzept der „Mehrperspektivität“ führt zwingend zu einer sehr komplexen Sicht, die einerseits handhabbar und andererseits reflektierbar gemacht werden muss. Diese Reflexion dient zur Überprüfung der eigenen Prioritäten („Welche ‚Brille‘ ist jetzt wichtiger, welche muss aber auch in den Focus kommen?“). Gleichzeitig geht es um die Frage, inwieweit Patient*innen in diese Reflexion miteinbezogen werden können oder sogar müssen, um sie einerseits am Prozess zu beteiligen, aber andererseits nicht zu überfordern. Wie das gelingen kann, dazu soll der Vortrag beitragen.