Thomas Fuchs

Thomas Fuchs

Vortrag: Zwischen Mensch und Algorithmus. Psychische Gesundheit in Zeiten von KI

Roboter und auf Künstlicher Intelligenz basierende Systeme erscheinen immer menschenähnlicher. Doch eine Kommunikation im Sinne des Verstehens und des empathischen Empfindens setzt geteilte Intentionen und Gefühle voraus – also eine Subjektivität, die an Lebendigkeit gebunden ist und damit auch künftigen KI-Systemen nicht zukommen wird. Dennoch entwickelt sich gegenwärtig ein „digitaler Animismus“, der KI-Systemen menschliche Eigenschaften zuschreibt und zu Scheinkommunikation und -beziehungen führt. Am Beispiel von Psychotherapie-Chatbots lässt sich zeigen, welche Auswirkungen damit verbunden sind. Die Frage, wie wir mit künstlichen Agenten interagieren, wird von größter Bedeutung für unsere Gesellschaft sein.

Für die Teilnahme am Vortrag ist eine Anmeldung auf folgender Seite verpflichtend:
https://lets-meet.org/reg/0ffd485cd24abf98c1

Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiater und Philosoph, lehrt als Karl-Jaspers-Professor für philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Er ist Leiter der Sektion Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Phänomenologische Psychologie, Psychopathologie und Anthropologie, Theorien der Verkörperung und der Neu­rowissenschaften.  2023 wurde Thomas Fuchs der Erich-Fromm-Preis für Humanistische Psychologie verliehen.

Buchpublikationen zuletzt:

  • Psychiatrie als Beziehungsmedizin. Ein ökologisches Paradigma. Kohlhammer, Stuttgart 2023
  • Verkörperte Gefühle. Zur Phänomenologie von Affektivität und Interaffektivität. Suhrkamp, Berlin 2024