Die Workshops finden parallel von 14:00 bis 15:45 Uhr statt. Bitte geben Sie bei der Anmeldung den gewünschten Workshop an.
Workshop 1: Hanna Levenson
WS1: Using AI and Deliberate Practice for Training Clinical Skills (auf Englisch)
Deliberate Practice (DP) wird seit Kurzem eingesetzt, um Auszubildenden grundlegende therapeutische Fertigkeiten zu vermitteln, etwa empathische Reflexionen, Fallkonzeption oder Responsivität gegenüber Widerstandsmarkern. Viele Auszubildende empfinden das Lernen durch wiederholtes Üben kleiner, aufeinander aufbauender Schritte jedoch als schwierig und mühsam – und vermeiden es daher oft. Was wäre, wenn DP-Übungen eher wie eine reale klinische Situation gestaltet wären? Mit großen Sprachmodellen lässt sich das Verfahren automatisieren, sodass das Fertigkeitstraining interaktiver und besser auf reale klinische Situationen übertragbar wird. Der Workshop erläutert, worin sich DP (aktives, wiederholtes Üben mit korrigierendem Feedback) von klassischer klinischer Supervision unterscheidet, stellt bestehende KI-Plattformen für das Fertigkeitstraining vor und lädt die Teilnehmenden ein, selbst mit einer KI-DP-Plattform zum Erlernen psychodynamischer Fertigkeiten wie der Fallkonzeption zu arbeiten (Krieger & Levenson, 2026). Ausführliche Beschreibung
Workshop 2: Wolfgang Lutz
WS2: Data-informed clinical decision making in practice (auf Englisch)
Aufbauend auf dem Vortrag geht der Workshop der Frage nach, wie datengestütztes Feedback in Routinepraxis und klinische Ausbildung – insbesondere die Supervision – integriert werden kann, ohne das klinische Urteil zu verdrängen. Diskutiert wird, wo die Vorschläge des Modells zu weiterer Exploration anregen, wo die eigene Fallkonzeption Vorrang hat und wie Diskrepanzen zwischen modellbasierter und klinischer Einschätzung selbst zur klinischen Information werden. Die Teilnehmenden können eigene Fälle einbringen; mehrere Fallbeispiele zeigen, wie sich aus individuellen Belastungsparametern personalisierte klinische Implikationen ableiten und grafisch aufbereiten lassen. Ausführliche Beschreibung
Workshop 3: Jean-Christophe Berger
WS3: IA et psychothérapie : opportunités cliniques et risques de déshumanisation — comment garder une main sur le volant ?
(KI und Psychotherapie: klinische Chancen und Risiken der Entmenschlichung – wie behält man die Hand am Steuer?) (auf Französisch)
Generative KI ist im Leben unserer Patient:innen und in unserer beruflichen Praxis angekommen – ob wir sie eingeladen haben oder nicht. Für Psychotherapeut:innen stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob sie sich mit KI auseinandersetzen, sondern wie sie dabei am Steuer bleiben. Aus der Perspektive eines praktizierenden Psychotherapeuten und KVT-Supervisors behandelt der Workshop unsere Haltung gegenüber diesem neuen Werkzeug, seinen Nutzen und seine Grenzen sowie ein Modell hybrider Intelligenz und Ko-Kreativität. Kurze Übungen unter Kolleg:innen nach dem Vorbild der Deliberate Practice ergänzen den Workshop. Ausführliche Beschreibung
Workshop 4: Stefan Kühne
WS4: KI in der Psychotherapie und Beratung (auf Deutsch)
Die Workshop-Beschreibung folgt in Kürze.
